Samstag, 31. Mai 2008

Und nun der 2. Teil

Also, wir also zum Einkauf von Lebensmittel in den Kaisers Markt. Nach dem Bezahlen entdeckt Jutta am schwarzen Brett einen Aushang. Eine Typisierungsaktion zwecks Knochenmarkspende soll morgen stattfinden und zwar von der Stefan-Morsch-Stiftung. "Ja, und?" fragt ihr nun. Jutta kennt den Chef des ganzen, Emil Morsch, sehr gut. Also hat sie ihm eine Sms geschockt, ob er persönlich auch dabei ist. Kam keine Antwort. Also wir erstmal bei einem Fest der Musikschule (mit Regencape bekleidet) Würstchen gegessen und dann in der Kirche Kerzen angesteckt. Wird brauchten ja auch noch unseren Stempel, aber das katholische Pfarrhaus war als solches nicht zu erkennen und wir wollten zu der evangelischen Gemeinde. Da entdeckte ich einen London-Doppeldeckerbus uns entgegenkommen. "oh, guck mal, schöner Bus", meinte ich. "Das ist der Bus von Emil!!!!" rief Jutta. Und beim Näherkommen tauchte Emil auch schon hinter dem Bus auf. Er und seine Mitarbeiterin konnten ihren Augen nicht trauen. Da denkt man nichts Böses und Jutta aus Höxter taucht auf ;-) Nach einem kurzen Plausch wurden wir zum Essen eingeladen, was aber nachträglich auf morgen verschoben wurde. So trifft man sich wieder....
Naja, wir dann weiter zum Pfarrer. Der Sohn öffnete die Tür. Pfarrer und auch seine Kollegin nicht da - heute war Synode... Wieder zurück zum katholischen Pfarrhaus; auch keiner da. Den Stempel haben wir dann von unserer Wirtin bekommen.
Nach ca. 2 Stunden Siesta sind wir nochmal losgegangen, an den Rhein, um die Fähre zu suchen. Diese haben wir dann auch nach einem Marsch durch die Parkanlagen gefunden und mit Blick auf Rolandseck dort den Blick auf den Rhein genossen. Es kam sogar das runde helle Ding namens Sonne hervor, die wir am Rhein noch nicht gesehen hatten.
Über unplanmäßige Umwege sind wir dann zurück zur Unterkunft.
Nun höre ich mal an der Matraze... N8

Danke für die Grüße von Christine, Laura und Reinhard (die Segenssprüche kamen gut an!) und pwink an Nini

Samstag, Teil 1

Um kurz vor 7 ging es heute schon los. Jutta hatte ausgeschlafen, ich natürlich noch nicht. Aber auf mich wird keine Rücksicht genommen... ;-) Also aufstehen fertigmachen, Klamotten packen und auf zum Frühstück. Dieses konnte man aus einem sehr reichhaltigen Angebot auswählen. Kurz nach 8 war der Bauch voll und wir holten unser Gepäck und checkten aus. Über die Eisenbahnbrücke zum Dom. Foto hier. Foto dort. Dann runter zum Anleger auf die "Wappen von Köln". An einem Tisch vorne am Bug machten wir es uns gemütlich. Es war wieder sehr diesig, aber trocken. Um 9:30 legten wir pünktlich ab. Jutta schrieb in ihr Tagebuch und ich guckte in der Gegend herum. Auch wurden wir auf den Jakobsweg angesprochen. Eine Dame, die auch schon gepilgert ist, hatte uns entdeckt.
Allerdings wurde es jedoch immer windiger und die Wolken dichter, bis es dann anfing zu regnen. Wir kamen in ein Gewitter, aber standen ja im Trockenen unter dem Dach (während im Schiffsinneren eine 2-Mann-Band Schnulzen spielte). Aber so etwas Regen erschüttert uns ja nicht. Und schon kam der nächste Jakobspilgerer auf uns zu. Er war schon 11 mal den Camino gelaufen - und gestern vom Baum gefallen. "Jeder soll seinen eigenen Camino machen. Ob nun zu Fuß, Teilstrecken mit Schiff oder Bus, das ist egal.", war seine Kernaussage. Genauso sehe ich das auch. Ob nun Hardcore-Pilgerer oder Kerkeling, das ist völlig egal. Jeder Mensch ist anders, jeder hat andere Vorstellungen/Vorlieben. Für jeden der individuelle Weg.
Bei strömenden Regen kamen wir gegen 14 Uhr in Bad Honnef an und ich konnte das Regencape testen. Es ist dicht! Wir machten uns auf die Suche nach der Pension (und fanden sie auch) und gingen dann zum Shopping nochmal in die Stadt. Das kommt dann im 2. Teil...

Freitag, 30. Mai 2008

Und so ward aus Morgen und Abend der erste Tag

Tja, nun sind wir in Köln. Die Fahrt war ganz gut. Nur 50 m vor dem Bahnhof, direkt auf der Rheinbrücke gabs eine Verzögerung (irgendein Polizeieinsatz).
Noch im Bahnhof wurden wir vom Rollerkollegen Ulrich in Empfang genommen. Der erste Weg führte uns ins Domforum, um den Stempel für den Pilgerausweis zu bekommen. Mein erster Stempel überhaupt!!!! *freu* Nach einem Besuch des Abortes ging es erst einmal in den Dom. Dort war aber gerade ein Gottesdienst. Aber eine Besichtigung hatten wir ja im letzten Jahr erst unternommen. Und ich habe eine Kerze angezündet für alle diejenigen, an die ich denke und die vielleicht auch an mich denken. Jutta hat das auch gemacht für den Rest der Welt... ;-)
Anschließend gab es eine kleine Führung um den Dom herum, wo wir das erste Mal bei dieser Tour angesprochen wurden. Eine ältere Dame hatte unsere Jakobsmuschel an den Rucksäcken entdeckt. Ein kleines Symbol bringt wildfremde Menschen ins Gespräch. In einer Welt, in der man sonst bloß keinen Fremden anspricht. Das war das erste große Erlebnis.
Über die Bahnbrücke, die ordentlich bebt, gingen wir rüber nach Deutz und checkten in der hypermodernen Jugendherberge ein. Wenn nicht Jugendherberge dranstehen würde könnte es auch als gutes Hotel durchgehen.
Dann ging es wieder los über die Deutzer Brücke in die Altstadt. Ulrich führte uns durch die Gassen mit gut besuchten Lokalen, zu Tönnes und Schäl, Millowitschdenkmal,... Durch einen Döner gestärkt und nach einem Kölsch (ich Apfelschorle...) ging es in die Shoppingmeile. Und siehe da - es fing an zu Tröpfeln. Egal. Weiter. Teilweise hatten die Geschäfte bis 22 Uhr auf, aber wir waren ja nicht zum Vergnügen da... Dann verabschiedeten wir uns von Ulrich und gingen im Regen, bei zuckenden Blitzen, grollenden Donner (dramatisch, gell?) zur Herberge zurück. Fix unter die warme Dusche. Nun liegen wir auf den Betten. Jutta schreibt und ich tippe. Und gleich Heia machen.
Planung für morgen: 7 Uhr aufstehen (ich dachte, ich hätte Urlaub...), fertigmachen, frühstücken, und um 9:30 legt das Schiff Richtung Bad Honnef ab.
Na dann gute Nacht! Für Insider: tschöschaf, sternchen, möndchen

PS: Vielen lieben Dank, Ulrich, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns durch Köln zu ziehen!!!

Unterwegs sind wir schon mal

Bis kurz hinter Hamm haben wir es schon geschafft. Der Zug ist nun schön voll, aber ein Platz auf der Treppe reicht ja auch. Ist eh kein Luxusurlaub, wenn ich das richtig verstanden habe. Rucksack ist dann doch noch recht schwer geworden, aber ich habe nicht mehr gewogen. Essbare Sachen werden vernichtet, dann wirds leichter. Aber Blicke auf unser dickes Gepäck mit Jakobsmuschel gibt es auch schon. Bis später in Köln...

Mittwoch, 28. Mai 2008

Spannung!

Kurzer Zwischenbericht:

- Danke A.W. für die ersten Kommentare! Alle anderen dürfen aber auch... ;-)
- Rucksack wiegt nun 8,3 kg. Und das bleibt so. Kommt nur noch Proviant hinzu.
- Morgen gibt es auch eine Jakobsmuschel. Danke, Herr Riegert!!! (Herr Riegert hat den Jakobsweg nach Santiago de Compostella mit dem Fahrrad bestritten.)
- Baldrian wird bald notwendig.
- Freitag um 14:14 geht es am Bahnhof los. 17:38 sind wir dann in Köln.

Samstag, 24. Mai 2008

Es kann losgehen - fast

So, nun habe ich den Rucksack schon mal gepackt. Derzeit komme ich auf 5,9 kg und es fehlt eigentlich nur noch Kleinkram. Ich liege also noch gut im Rahmen, denn 10 kg ist absolutes Limit. Ich schätze mal, dass an Ladegeräten (lebenswichtig!!!), dünner Jacke, Ersatz-Shirt und so noch 2 kg dabei kommen.
Mein "Trainigsrucksackgewicht" lag auch schon bei 6,7 kg. Das hat ganz gut geklappt damit. Und die grinsenden Gesichter, wenn ich davon erzählte, dass ich Bücher als Ballast durch den Wald schleppe, vergesse ich mal...

Um meine eventuelle Fotografierwut ausleben zu können, habe ich mit heute schon mehr Speicher angeschafft. Mit insgesamt 9 GB dürfte ich eigentlich nun auskommen - auch mit Sicht auf die 3-wöchige Tour im September.

Soweit für heute.

PS: Die Aufregung steigt. Aber das gebe ich natürlich hier nicht zu. ;-)

Sonntag, 18. Mai 2008

Wieder eine Woche rum...

... und so richtig viel weiter bin ich auch nicht. Ich muss mich endlich mal darum kümmern, was ich so mitnehmen muss. Sonst stehe ich ohne Klamotten da.
Wie ich Jutta so kenne, hat sie schon alles parat liegen und könnte morgen losgehen. Ich bin da etwas dramelig, aber bislang hatte ich noch nie was wichtiges vergessen, wenn ich erst kurz vor der Reise meine Klamotten gepackt habe. Aber nun ist ja alles komplizierter. Nicht nur der Stauraum ist knapp, sondern auch auf das Gewicht muss ich achten.
Naja, vielleicht ist ja Donnerstag (FEIERTAG!!! juchuuuu!) schlechtes Wetter und ich kann nicht rollern oder wandern. Dann wird gepackt. Vielleicht klappt es dann ja mal.
Ansonsten habe ich noch kein Reisefieber, aber so eine kleine Vorfreude macht sich schon breit. Ich habe keinen blassen Schimmer, was mich so erwartet. Aber es beruhigt schon, dass Jutta dabei ist, die sich schon damit auskennt. Dann musst die halt etwas für mich mitdenken... ;-)
Eure positive Resonanz bestärkt mich aber darin, dass schon alles klappen wird. Ich bin ja auch Optimist und gehe die ganze Sache locker an.
So, nun muss ich in die Heia. Gute Nacht allerseits!